Kurswahl - Ja welcher ist denn nun der Richtige?

Vor der Wahl des Anbieters sollte ein jeder angehende Prüfling sich daher zunächst im Klaren sein, welche Alternative überhaupt mit der eigenen Lebenssituation vereinbar ist. Ganz oben steht bei den meisten die Frage - wie stehe ich überhaupt finanziell da? Allein für die Prüfungs- und Zulassungsgebühr muss ein Teilnehmer bereits 1.2000 EUR berappen. Die diversen Vorbereitungskurse für das Examen sind wie dargelegt auch alles andere als günstig - zwischen 1.500 und 8.000 EUR je nach Anbieter (ohne Unterkunft!) sollte man dafür schon einkalkulieren. Fährt man auf Sparkurs kommt man vielleicht - wenn man noch Kosten für Bücher und andere Lernmaterialen hinzurechnet - durchaus mit weniger als 5.000 Euronen aus. Aber kann man damit wirklich eine für sich optimal Vorbereitung herausholen?

Die Vorbereitungskurse sind de facto teuer. Doch kann eine falsche Vorbereitung auch die Prüfung aufs Spiel setzen. Zudem sollte man auch langfristig denken - bestehe ich das Examen, dann verdiene ich auch ordentlich mehr. Man sollte das Geld daher durchaus auch als Investition betrachten. Ein Risiko bleibt jedoch immer, denn auch ein teurer Anbieter kann mir keinen Erfolg garantieren - die Beraterprüfung ist nun einmal nicht käuflich! Doch mit einer guten Vorbereitung kann man das Risiko durchaus minimieren. Daher sollte man sich frühzeitig Gedanken darüber machen, ob es sinnvoll ist am falschen Ende zu sparen.

Nichtsdestotrotz muss die Knete erst einmal vorhanden sein! Manch einer hat einfach nicht die Möglichkeit sich einen 10.000 EUR-Kurs zu leisten, drei Monate auf sein Gehalt zu verzichten und noch seine Familie zuhause durchzufüttern. Womit wir auch schon bei den weiteren Kriterien angelangt sind: die private und die berufliche Situation.

Bin ich Single muss ich wenig Rücksicht auf das Wohlergehen anderer nehmen, aber habe ich einen Partner sowie Kind zuhause und muss womöglich noch einen Kredit für das Haus abbezahlen sieht die Sache dagegen schon ganz anders aus. Wenn ich dann zudem noch der Alleinverdiener bin, dann ist der Traum vom Berater gar bereits kurz davor wie eine Seifenblase zu zerplatzen.

Aber eine Familie birgt noch ganz andere Hürden: Man muss sich fragen: wäre es mir möglich diese für eine gewisse Zeit zu verlassen, um mich alleine in Ruhe meinem Studium zu widmen? Oder - sollte ich mich entscheiden zuhause zu bleiben - habe ich dann die Kraft meine Aufmerksamkeit wirklich auf die Vorbereitung zu richten, wenn die Kinder um mich herum spielen oder mein Partner nach mir verlangt? Sind auch sie bereit zu verzichten und mich vollends zu unterstützen? Kurzum habe ich die Möglichkeit und auch die Motivation meinen Partner und die Familie für eine gewisse Zeit zu verlassen oder zumindest extrem zu vernachlässigen? Letztere Frage ist essentiell, denn wenn man das Examen bestehen möchte, dann ist Verzicht unvermeidbar.  Was bleibt ist nur die Wahl für das vermeintlich  geringere Übel...

Wie sieht es ferner im Job aus? Ist mein Chef bereit mich bis zu vier Monate vor der Prüfung freizustellen oder mich arbeitstechnisch über mehrere Monate zu entlasten, damit ich ausreichend Freizeit und einen freien Kopf zum Lernen habe?

Wie man sieht gab es eine Vielzahl von Fragen und Faktoren, die ich Bedenken musste, ehe ich mich überhaupt mit der eigentlichen Anbieterauslese befassen konnte. Und einem jeden angehenden Examensbestreiter sei Nahe gelegt sich mit eben jenem Fragen intensivst auseinanderzusetzen. Wichtig ist stets, dass es hierbei kein richtig oder falsch gibt. Jeder Mensch ist anders und jede Situation erfordert eine differenzierte Entscheidung. Man muss selbst aus den Gegebenheiten entscheiden, welcher Weg für einen der Beste ist. Gleiches gilt letztendlich für die Wahl des Anbieters – doch dazu später mehr.

9.3.14 20:34

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