Disziplin ...

Da war es wieder dieses böse Wort  …

Wieso steh ich mit der Disziplin nur  so auf Kriegsfuß? Ich weiß nicht recht – vermutlich liegt es daran, dass ich bislang mit dem Minimalprinzip recht gut gefahren bin. Während andere Leute Stunden brauchen, um einen gewissen Sachverhalt zu verinnerlichen, habe ich gewisse Dinge recht schnell gefressen. Zugegeben meist sind sie zu einem Ohr rein und wenige Tage später, nachdem alles auf Papier gefasst wurde, zum anderen wieder rausgezwitschert. Und ein bisschen Pokern war auch dabei. Manche Dinge habe ich nie geschnallt und werde sie auch in tausend Jahren nicht kapieren – „Mut zur Lücke“ war da die Devise. Bislang hat es funktioniert. Doch nie zuvor hatte ich es mit solch einer Fülle an Stoff zu tun. 

Im Grunde klingt ein Minimum von einem Jahr Vorbereitungszeit gar nicht so verkehrt. Das ist ausreichend Zeit sich Stoff zu verinnerlichen und diesen hinreichend zu wiederholen. Das Problem bei mir ist nur – meine doofe Birne behält nichts, mit dem es nichts Sinnvolles anzufangen weiß. Wenn ich mit etwas in der Praxis schon einmal zu tun hatte und weiß, wo ich damit ansetzen kann, dann bleibt es hängen. Solange ich dagegen nur die trockene Theorie kenne – und verdammt nochmal diese vermaledeite Prüfung ist verflucht theoretisch! –  ist es ein vages Konstrukt, das mit der Zeit verblasst. Ergo, die Leere hält wieder Einzug. Und je mehr Zeit vergeht, desto größer wird diese Leere. Meine Sorge war daher, dass ich wenn ich zu früh anfange mir irgendwas in den Kopf zu hämmern, die Hälfte bis zur Prüfung von einem hämisch grinsenden Nichts wieder aufgefressen war.

Also wieso das Risiko eingehen zu früh anzufangen und mir ein ganzes Jahr Beschränkungen aufzuerlegen und das Leben zu vermiesen nur damit es doch in die Hose geht? Gab es keine andere Alternative?

9.3.14 20:22

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