Kurswahl - Alternative 1

Der Vollständigkeit halber - und für all diejenigen, die sich mit der Materie nicht so auskennen- gebe ich einen kurzen Umriss (man beachte kurz ist relativ^^) zu den Kursmöglichkeiten, mit denen einen die versierten Anbieter – gegen einen gewissen Obolus versteht sich – auf das Steuerberaterexamen vorbereiten.

Zum einen haben wir da den Fernkurs als zugleich günstigste Alternative, der bei etwa 1.100 EUR liegt. Der Beginn kann oftmals flexibel gewählt werden, es empfiehlt sich jedoch 1 - 1,5 Jahre vor dem Examen damit anzufangen. Als Teilnehmer an einem Fernkurs erhält man in regelmäßigen Abständen Lehrbriefe zugesandt, die es in Eigenregie zu bearbeiten gilt. 

Nun wird der erste womöglich stutzen - Elfhundert Ocken für ein paar Briefchen? Ein gutes Buch krieg ich ab 100 EUR? Es Klingt ein bisschen wie die Politik der heutigen Publisher, die aus jedem englischen Buch oder jeder englischen Serie gleich zwei machen um doppelt abzusahnen. Da stellt sich natürlich die Frage - wieso sollte man für diese Lehrbriefe derart viel Geld ausgeben? Ein Literaturstudium kann man doch eigentlich auch alleine betreiben?

Nunja, nicht ganz. Leider ist die zur Verfügung stehende Fachliteratur aufgrund redaktioneller Beschränkungen nicht stets auf dem neuesten Rechtsstand. Zudem gilt es aus der Fülle des Stoffes selbst die Prüfungsrelevanten Themen zu selektieren und noch dazu ist gute Fachliteratur unter 100 EUR / Buch eher rar. Kosten und Nutzen gegenüber einem Fernkurs stehen daher in keinerlei Relation. Wenn man nicht zufällig eine außerordentlich gut sortierte Fachbibliothek in der Nachbarschaft hat, zahlt man für den Fernkurs ungefähr das gleiche, wie wenn man sich die Literatur in kleinen Brocken selbst beschafft und muss weniger Zeit und Nerven für das Aussortieren verschwenden, sondern erhält alles fein säuberlich aufbereitet. Noch dazu werden bei einem Fernkurs unterstützend zur Lernkontrolle regelmäßig Klausuren zugesandt, die man binnen einer vorgegebenen Frist möglichst unter Prüfungsbedingungen schreiben und zur Korrektur einsenden kann und auch sollte. Nach Korrektur erhält der Teilnehmer diese - im Idealfall mit ausführlichen Lösungshinweisen zur Nachbearbeitung - wieder zurück. Der Vorteil an diesen Fernkursen ist, dass man recht flexibel Zeit und Ort des Lernens wählen kann.

Hm .. flexible Lernzeiten klingt doch gar nicht schlecht... Nur dummerweise kannte ich meinen ausgeprägten inneren Schweinhund aus der Studienzeit nur zu gut. Ich wusste, dass Selbstdisziplin und Lerneifer nicht gerade meine stärksten Tugenden waren – sofern überhaupt vorhanden. Vielmehr gehörte ich stets zu den Studenten die das Minimalprinzip verfolgten. Mit dem geringsten Aufwand zum erstrebten Ziel  –  oder kurz: 4 gewinnt! Keine gute Basis für ein Fernstudium dachte ich mir….

Mein größter Feind hatte damit schon einmal einen Namen: „Disziplin“. Als angehender Fernstudent sollte man überaus diszipliniert sein und sich frühzeitig die Frage stellen, ob man auch die Zeit und Ruhe besitzt zuhause ausgiebig zu lernen. Noch dazu neben dem Job. Ca. 20 - 30 Wochenstunden sollten in das Fernstudium schon investiert werden - wie gesagt in der Regel neben einem 40-50h Job.

9.3.14 19:51

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